Zeitgleich wurden am Sonntag, 18. April, an an drei historischen Orten die Finaldebatten der Regionalmeisterschaften des VDCH, die im Rahmen der ZEIT DEBATTEN stattfinden, ausgetragen: In der Magdeburger Staatskanzlei, dem Bonner Wasserwerk (ehem. Bundestagsplenarsaal) und in der Würzburger Residenz standen sich die besten Debattantinnen und Debattanten ihrer jeweiligen Region gegenüber und debattierten über die Frage, ob es in Vorständen und Aufsichtsräten von DAX-Unternehmen eine Frauenquote geben soll.

Die drei Turniere wurden im Format der Offenen Parlamentarischen Debatte (OPD) ausgetragen: Die Rednerinnen und Redner eines Clubs treten in Dreierteams an. In jeder Debatte gibt es eine Regierungs- und eine Oppositionsfraktion sowie drei Fraktionsfreie Redner.

Im  Finale der Nordostdeutschen Meisterschaft 2009 standen sich zwei Teams aus Halle und Berlin gegenüber. Den Titel des Nordostdeutschen Meisters errangen Patrick Ehmann, Bastian Laubner und Filip Bubenheimer für die Berlin Debating Union. Bester Redner und Publikumsliebling wurde Clemens Lechner von der Debattiergesellschaft Jena, der als einer von drei Freien Rednern im Finale sprach.

Überraschungen in Bonn: Im Finale der Westdeutschen Meisterschaft 2009 stand dem Debattierclub Johannes Gutenberg Mainz ein junges Team des neugegründeten Debattierclubs Goethes Faust aus Frankfurt am Main gegenüber. Schließlich konnten sich zwar die erfahreneren Redner durchsetzen und den Titel des Westdeutschen Meisters mit nach Mainz nehmen, der Preis der Ehrenjury für die beste Rede des Finales ging allerdings an einen Debattierneuling: an den Freien Redner Jan Brinkmann aus Osnabrück, der erstmals überhaupt auf einem Turnier angetreten war.

In Würzburg debattierten ein Team des Debating Club Heidelberg und ein Team des schweizerischen Debattierclubs St. Gallen gegeneinander um den Titel des Süddeutschen Meisters 2009. Am Ende setzen sich Viola Lutz und Christian Funk durch – gemeinsam mit Lukas Haffert, der früher für den DC Münster erfolgreich war. Gemeinsam können die drei nun den Titel des Süddeutschen Meisters erstmals mit ins Ausland nehmen, nach St. Gallen. Bester Redner des Finales wurde Wladi Jachchenko vom DC München, auch er hatte sich als Freier Redner bewiesen.

Die Regionalmeisterschaften wurden im Rahmen der ZEIT DEBATTEN Serie ausgetragen, die unter der Schirmherrschaft des Herausgebers der Wochenzeitung DIE ZEIT und Altbundeskanzlers Helmut Schmidt steht. Das nächste Turnier der ZEIT DEBATTEN wird von 15. bis 17. Mai in Jena ausgetragen.

Ausgerichtet wurden die Regionalmeisterschaften von den Debattierclubs in Würzburg, Magdeburg und Bonn im Auftrag des Dachverbandes VDCH. Sie wurden, wie die Deutsche Debattiermeisterschaft im Juni in Mainz, im Format Offene Parlamentarische Debatte (OPD) ausgetragen. Informationen zur OPD finden sich hier: http://​opd.​streitkultur.​net. Die jeweils Erstplatzierten sowie die Ausrichter der Regios haben das erste Anrecht auf einen zweiten Startplatz bei der Deutschen Debattiermeisterschaft 2009, die Zweitplatzierten haben das darauffolgende Anrecht.

Chefjuror/innen der Süddeutschen Meisterschaft waren Daniel Grotzky (München), Jan Papsch (Mainz) und Pauline Leopold (Tübingen); Chefjuroren der Nordwestdeutschen Meisterschaft waren Daniel Sommer (Heidelberg), Karsten Stölzgen (Tübingen/Mainz) und Tim Brückmann (Münster/Bonn); Chefjuror/innen der Westdeutschen Meisterschaft waren Gudrun Lux (Mainz/Bonn) und Tim Richter (Bonn).