Lachende Sieger aus Tübingen: Volker Tjaden, Pauline Leopold und Peter Croonenbroeck

Lachende Sieger aus Tübingen: Volker Tjaden, Pauline Leopold und Peter Croonenbroeck

Die Streitkultur Tübingen hat die ZEIT DEBATTE in Jena gewonnen. Im Finale siegten Volker Tjaden, Pauline Leopold und Peter Croonenbroeck gegen die Mainzer Jan Papsch, Max Fritz und Thore Wojke. Die Finaldebatte drehte sich um die Frage: „Die Verfolgung von Kriegsverbrechen nach dreißig Jahren einzustellen ist richtig – ja oder nein?“. Die Mainzer auf der Pro-Seite warben für Vergebung und sprachen sich dafür aus, die Vergangenheit Vergangenheit sein zu lassen, während aus Tübingen ganz klar die Ansage kam: „Mord verjährt nicht!“.

Nach einer spannenden Debatte konnte diese Argumentation schließlich die Jury überzeugen. Der Preis der Ehrenjury für die beste Rede des Finals ging an Thore Wojke aus Mainz. Der Ehrenjury gehörten an: Bernward Müller (Kultusminister des Freistaates Thüringen), Frank Schenker (Bürgermeister), Prof. Dr. Klaus Dicke (Rektor der Friedrich-Schiller-Universität Jena), Prof. Dr. Dr. Eberhard Eichenhofer (Lehrstuhl für Sozialrecht und Bürgerliches Recht an der FSU Jena), Dr. Holger Wiemers (Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen) sowie Corinna Maier (DIE ZEIT).

Die Teams aus Mainz und Tübingen waren nach vier Vorrunden, Viertel- und Halbfinale die beiden besten von 24 Debattier-Teams, die aus ganz Deutschland nach Jena gereist waren, um sich im antragsfreien Wartburgformat im Debattieren zu messen. Im Laufe des Turniers ging es um Fragen wie „Sind Naturwissenschaften besser als Geisteswissenschaften?“, „Sollen leistungsfördernde Medikamente für Studenten zur Verfügung gestellt werden?“ oder „Ist der Kapitalismus am Ende?“. Im Viertelfinale wurde die Frage gestellt „Gibt es den gerechten Krieg?“, im Halbfinale mussten sich die Debattantinnen und Debattanten fragen: „Verpflichten uns Traditionen?“.

Im Wartburg-Format, das von den Debattierclubs Jena und Erfurt entwickelt wurde, gibt es im Gegensatz zu den anderen Debattierformaten keinen Antrag, über den gesprochen wird – es geht ganz generell um die gestellte These. Der Wartburg-Preis für die beste Nachwuchsrednerin, die das Wartburgprinzip am schnellsten und besten umgesetzt hat, ging ebenfalls nach Tübingen an Sarah John.

Die Debattierszene trifft sich das nächste Mal in Mainz zur Deutschen Debattiermeisterschaft vom 11. bis zum 14. Juni. Dann wird wieder im OPD-Format geredet.