„Luxus im Fernsehen“ – so eröffnete Moderator Theo Koll die erste Formatdebatte im deutschen Fernsehen nach britischem Vorbild: Der TV-Sender 3sat wagte sich im August 2012 als erster daran, die Debatte fernsehtauglich aufzubereiten. Luxuriös nach den Worten des Moderators waren vor allem die für das Fernsehen ungewöhnlich langen Redezeiten von 5 Minuten am Stück in den Eingangsstatements der Debattanten zur These „Der Islam passt zu unseren westlichen Werten“.

Für die Achte Minute rezensierte Sarah Kempf vom Debattierclub in Mainz die Debatte. Sie schreibt:

Die 3sat-Debatte war bewusst als Alternative zu den Talkshows gedacht, die viele Zuschauer wegen des ungeordneten Durcheinanderredens meiden, welches das Zuhören oft anstrengend macht und inhaltlich wenig erhellt. Vor und während der Debatte konnten die Zuschauer auf der 3sat-Homepage über die Streitfrage abstimmen und sich während der Sendung mit Statements und Fragen einmischen.(…)

„Die Zuschauerbeteiligung hat unsere Erwartungen übertroffen. 110.000 Personen haben vor der Sendung abgestimmt, 11.000 während der Sendung“, erklärte Frank Herda, zuständiger Redakteur für Öffentlichkeitsarbeit bei 3sat. Auch „ein großer Rücklauf nach der Sendung“ zeige das Interesse am Format und dem Thema, am Montag war die Sendung laut Herda die Nummer eins in den Twitter Charts. Gegenwärtig wird beim Sender 3sat darüber diskutiert, weitere Debatten auszustrahlen.

Den vollständigen Artikel lesen Sie hier.