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Pauline Leopold im Finale der Deutschsprachigen Debattiermeisterschaft 2011. Foto: michael wolf photodesign

Ein neues Projekt für das VDCH-Land wurde bewilligt. Ab dem 1. August wird ein von der Open Society Foundation (OSF) gefördertes Projekt zur Trainerausbildung im VDCH-Land starten. Kern des Projekts ist die Verbesserung der Trainingskompetenz in der Debattierszene. Dazu gehört die Konzeption und Aufbereitung von Trainingsmaterialien für das Debattiertraining in den Clubs wie auch in Schlüsselqualifikationskursen sowie ein Zyklus zur Aus- und Weiterbildung von Trainern im VDCH-Land.

Logo OSFDer VDCH-Vorstand bedankt sich besonders bei Tübingen, Karlsruhe, Stuttgart und Potsdam, die durch Unterstützungsschreiben der Universitäten bei der Ausschreibung geholfen hatten. Die Open Society Foundation, die sich mit Ihrer „Youth Initiative – Global Debates“ dem Debattieren verschrieben hat, fördert dieses Projekt vorerst für ein Jahr. Bei Projekterfolg ist eine Verlängerung um zweimal ein weiteres Jahr möglich.

Das Projekt besteht im ersten Jahr (Saison 2013/14) aus folgenden Bausteine:

  • Zunächst wird es eine Bestandsaufnahme aller Aktivitäten und Fähigkeiten der Clubs und der Debattierer und Debattanten im Land im Bereich Training und strukturierte Trainings- und Kursangebote geben.
  • Anschließend findet ein Erfahrungsaustausch für erfahrene Trainer statt, aus dem Materialien für Trainings im Club und Konzepte für Kursangebote an Universitäten hervorgehen sollen, die anschließend allen Debattierern zur Verfügung gestellt werden.
  • Kern des Projekts sind dann zwei Seminare zur Trainerausbildung: ein Grundseminar und ein Aufbauseminar, in dem erfahrene Trainer ihr Wissen weitergeben und gemeinsam Methoden ausprobieren. Diese zwei Seminare und ein Teil Praxiserfahrung könnten dann die Grundlage für ein eigenes VDCH-Zertifikat für ausgebildete Trainer sein.
  • Schließlich sollen die Trainer nicht nur in ihren eigenen Clubs Trainings geben, sondern sich auch um die Etablierung des Debattierens als Schlüsselqualifikation an ihren Universitäten bemühen. Mit welchen Konzepten und Verfahren das sinnvoll ist, wird im Rahmen des Projekt geprüft und diskutiert. Fakt ist, dass vor allem angelsächsische Universitäten viel weiter sind in der Integration der Debatte in die Curricula. Mit dem Train-the-Trainer-Projekt soll an deutschsprachigen Universitäten einen Schritt in diese Richtung machen.
  • Im zweiten und dritten Jahr gibt es dann zwei weitere Zyklen zur Trainerausbildung sowie einen Evaluationsprozess und einen Lobbyprozess, um auch politische Unterstützung für die Integration der Debattenausbildung in den Universitäten zu gewinnen.
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Clemens Lechner im Finale der Deutschsprachigen Debattiermeisterschaft 2011. Foto: michael wolf photodesign

Pauline Leopold (Finalistin der Deutschsprachigen Debattiermeisterschaft 2011) und Clemens Lechner (Deutschsprachiger Debattiermeister 2011) konnten als Koordinatoren für das Projekt gewonnen werden. Beide werden als Beauftragte des VDCH die Planung und Ausgestaltung übernehmen und in den nächsten Wochen die ersten Schritte planen, um die Trainingskompetenz im VDCH-Land zu bündeln und erfahrene Trainer in einen Austausch zu bringen. Der VDCH-Vorstand hofft dabei auf eine möglichst breite Beteiligung – denn nur wenn Wissen zusammenlegt und geteilt wird, kann es für alle Clubs nutzbar gemacht werden.