Die Wahlen zum Europäischen Parlament stehen vor der Tür. Am 25. Mai können die Bundesbürger zum ersten Mal in der Geschichte der EU dabei auch mit den Spitzenkandidaten der europäischen Parteienfamilien den Präsidenten der EU-Kommission mitbestimmen. Aber auch der Aufstieg der Rechten in Europa wird mit Spannung beobachtet.

Unter diesem Eindruck trafen sich am vergangenen Wochenende in Berlin die 22 Ausrichter für die internationale Veranstaltungsreihe von Europadebatten Klartext Europa 2014. Diese finden in Deutschland, Österreich, Italien, Frankreich, Schweden, Spanien und den Niederlanden statt. Im Herzen Berlins im Allianz Kulturforum trafen sich die Ausrichter, um die bevorstehenden Debatten inhaltlich und organisatorisch zu planen. Neben den 22 Ausrichterclubs wird das Projekt federführend von Christoph Krakowiak vom Verein Bürger Europas e.V. gestaltet und organisatorisch durch den Verband der Debattierclubs an Hochschulen e.V. (VDCH) unterstützt. Als Förderer konnten die Allianz Kulturstiftung, das Europäische Parlament sowie das Presse- und Informationsamt der Bundesregierung gewonnen werden.

Klartext-Europa-Ausrichter-Vorbereitungsseminar

Im Rahmen der Europadebatten werden jeweils vier Redner*innen ein Thema im Format der Oxford-Publikumsdebatte debattieren. Dabei halten sie fünfminütige Eingangsstatements, an die sich eine Fragerunde mit dem Publikum anschließt. Zum Abschluss gibt es zweiminütige Abschlussstatements. In diesem Format treten als externe Gäste Mitglieder des Europäischen Parlaments oder andere Rednerinnen und Redner mit besonderem Bezug zur Europäischen Union auf. Unterstützt werden sie je von einem studentischen Redner.

Das Treffen begann am Freitagabend mit einer kurzen Begrüßung durch Martin Bach, Projektkoordinator bei der Allianz Kulturstiftung, und einem Kurzvortrag mit Diskussion über die Arbeit des Europäischen Parlaments und die kommende Europawahl. Gastredner war Oliver Hänsgen, Referent in der Vertretung des Europäischen Parlaments in Deutschland. Am Samstagmorgen standen hingegen die organisatorischen Fragen der Europadebatten im Mittelpunkt. Nachmittags wurde in verschiedenen Kleingruppen an den Themen für die Debatten gearbeitet. Am Sonntag diskutierte die Gruppe über einen kurzen Videoclip, der als Ergebnis der ersten Debatten entstehen und junge Menschen dazu auffordern soll, sich am europapolitischen Diskurs zu beteiligen.

Der VDCH dankt allen Teilnehmern für ihre Ideen und den Erfahrungsaustausch, wie auch der Allianz Kulturstiftung für die Bereitstellung des wunderbaren Tagungsortes.

fpu/hug/kem