Meister 2017: Julius Steen, Peter Giertzuch, Sabrina Effenberger - © Dresden Debating Union

Meister 2017: Julius Steen, Peter Giertzuch, Sabrina Effenberger – © Dresden Debating Union

Bei der Deutschsprachigen Debattiermeisterschaft 2017 in Dresden konnte sich das Team Schönrederei (Julius Steen, Peter Giertzuch, Sabrina Effenberger) den Meistertitel sichern. Im Finale setzte sich das Team der Rederei e.V. aus Heidelberg in der Regierung gegen die Opposition Münster Martini (Johanna von EngelhardtPhilipp SchmidtkeChristoph Saß) durch. Das Finalthema ““Jeder ist seines Glückes Schmied”: Sollten wir aufhören zu glauben, dass Menschen für ihren Erfolg und Misserfolg größtenteils selbst verantwortlich sind?” setzte dabei den Trend der eher philosophischeren Finalthemen der DDM 2016 und der diesjährigen Regios fort. Als Fraktionsfreie Redner komplettierten der nach Tab beste Redner des Turniers Jakobus Jaspersen sowie die beiden punktbesten, nicht zu den Finalteams gehörenden Redner der Halbfinals Konrad Gütschow und Marc-Andre Schulz das Finale.

Das Finale - © Dresden Debating Union

Das Finale – © Dresden Debating Union

Wie bei Turnieren dieser Größenordnung üblich, gab es zwei Jurys. Die studentische Jury, bestehend aus den Chefjuroren Alexander Labinsky (Hauptjuror), Pegah Maham und Jule Biefeld (Präsidentin) sowie Nicolas FriebeBarbara Schunichtund Lennart Lokstein kürte den neuen deutschen Meister. Der Preis für die beste Finalrede wurde von der aus Eva Jähnigen(Dresdner Bürgermeisterin für Umwelt und Kommunalwirtschaft), Ulrich Hagenloch(Präsident des Oberlandesgerichts Dresden), Jacqueline Schäfer (Verband deutscher Redenschreiber), Jens Fischer(Deutsche Debattiergesellschaft) und Eva-Maria Stange (Sächsische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst) bestehenden Ehrenjury verliehen und ging an Sabrina Effenberger, die Schlussrednerin der Heidelberger.

Mit den beiden Finalteams trafen im Finale auch die zwei Teams aufeinander, die nach den Vorrunden die Plätze 1 (Rederei) und 2 (Münster) im Teamranking belegt hatten. Während die Münsteraner sich im Halbfinale zum Thema “Sollten wir kommerzielle Werbung verbieten” gegen das Team der Berlin Debating Union mit dem Namen Burger Debating Union (Tobias Münch, Lara Tarbuk, Alexander Hans) durchsetzen konnten, stand bereits vor dem Halbfinale fest, dass die Rederei ein Finalteam stellen würde. Im internen Clubduell zwischen der Schönrederei und Bowties are cool (Jakobus Jaspersen, Anna MarkusRené Geci) konnten sich letztendlich die Veteranen auf der Oppositionsseite durchsetzen.

Drei Finalteilnehmer des letzten Jahres schafften es erneut bis ins Finale: Während Peter Giertzuch sich diesmal den Meistertitel sichern konnte, mussten sich sowohl sein damaliger Teampartner Jakobus Jaspersen als auch Vorjahressieger Konrad Gütschow mit der Fraktionsfreien Rednerbank zufrieden geben. Im Jurorenpanel befanden sich mit Pegah Maham und Vorjahressieger Lennart Lokstein zwei weitere Finalteilnehmer der DDM Heidelberg.

DDG-Nachwuchspreisträgerin 2017: Angélique Herrler - © Dresden Debating Union

DDG-Nachwuchspreisträgerin 2017: Angélique Herrler – © Dresden Debating Union

Am Vorabend des Finales gab es zudem eine weitere Gewinnerin: Das Debating Club Heidelberg Mitglied Angélique Herrler wurde zur DDG-Nachwuchspreisträgerin 2017 gewählt und tritt damit unter anderem in die Fußstapfen der ehemaligen VDCH-Präsidenten Philipp Stiel, Florian Umscheid, Tobias Kube und Jan Ehlert.

von Johannes Meiborg, Quelle:  http://www.achteminute.de/20170614/die-rederei-heidelberg-ist-deutschsprachiger-debattiermeister-2017/