Unser Anspruch

Nach Jahren der Finanz- und Schuldenkrise befindet sich die Europäische Union in einer großen Vertrauenskrise. Fragen nach den Chancen und Grenzen der europäischen Solidarität und der Problemlösungsfähigkeit der Politik rütteln am Grundvertrauen der Bürger am Projekt Europa. Gleichzeitig fällt es der Politik schwer, ihre Entscheidungen zu erklären und mit den Bürgern in einen Dialog über die großen Fragen Europas zu treten, was besonders angesichts der Europwawahlen im Mai 2014 von essentieller Bedeutung wäre.

Gemeinsam mit Bürger Europas e.V. wollen die Debattierclubs an Hochschulen deshalb der Debatte über die Zukunft der Europäischen Union einen neuen Rahmen geben. Im Vorfeld und Nachgang der Wahlen  zum Europäischen Parlament 2014 soll das Format der Debatte dazu dienen, strittige Fragen mit einer breiten Öffentlichkeit zu thematisieren.

Dabei kommt ein innovatives Veranstaltungsformat zum Einsatz, das die Themen in Form von Pro/Contra-Debatten von allen Seiten beleuchtet. Diese finden als Publikumsdebatten nach Vorbild der Oxford-Debatten statt, um Experten und Publikum ausführlich in Kontakt zu bringen und jedem die intensive Beteiligung zu ermöglichen.

Europa debattiert!

Im Fokus des Projekts steht die Kooperation der Debattierclubs aus 8 europäischen Ländern: Die insgesamt 22 Debatten werden von den studentischen Mitgliedsvereinen des VDCH in Deutschland, Österreich, Schweden, Italien und Frankreich sowie drei europäischen Partnern in Polen, Spanien und den Niederlanden unter Koordination von Bürger Europas e.V. durchgeführt. Dies spiegelt die länderübergreifende Bedeutung der Europawahl wieder.

Diese „European Debates“ werden in den deutschsprachigen Teilnehmerclubs unter der bereits 2013 in Deutschland etablierten Marke der „Klartext Europa“-Debatten durchgeführt, mit der Bürger Europas e.V. und der VDCH bereits 21 Debatten vereinten. In fremdsprachigen Ländern wird eine passende Übersetzung verwendet; Format und Design sind einheitlich. Neben den Debatten selbst wird großen Wert auf Öffentlichkeit in der Presse, Online und in Social Media gelegt. Dadurch soll die Wirkung der Einzelveranstaltungen multipliziert und im Vorfeld und Nachgang der Europawahl in den politischen Diskurs eingebracht werden.

Die Themen

Die Debatten sollen grundsätzliche Fragen zur Zukunft der Europäischen Union aufwerfen. Starke Redner und Gäste werden dabei klar eine Pro- und eine Contra-Position vertreten, um den Zuhörern die gesamte Dimension der Streitfrage zu präsentieren. Gleichzeitig ermöglichen die Fragen auf diese Weise einen wirklich offenen und kontroversen Dialog, der einen Mehrwert für die Meinungsbildung der Gäste bietet. Die Themen 2014 sind:

  • Grünes Europa – Sollte uns Umweltschutz immer wichtiger sein als Wirtschaftswachstum?
  • Die Europäische Jugendgarantie – Helfen subventionierte Jobs und Trainings gegen die Jugendarbeitslosigkeit ?
  • Schuldenunion durch Eurobonds – Brauchen wir gemeinsame Anleihen für die Eurozone?
  • Kein Wachstum in Sicht? – Brauchen wir ein Ende der Sparpolitik in Europa?
  • Die EU als Sozialunion – Brauchen wir gemeinsame Standards für die Sozialsysteme Europas?
  • Sollte die EU Russlands Annektierung der Krim akzeptieren?
  • Zuflucht Europa – Brauchen wir eine liberalere Asylpolitik?