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Achte Minute
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| Sonntag, 06. Juni 2010 um 22:27 | ||||
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Philipp Stiel und Peter Croonenbroeck vom Debattierclub Streitkultur in Tübingen siegten im Finale der 10. Deutschen Debattiermeisterschaft, die gemeinsam vom Verband der Debattierclubs an Hochschulen e.V. (VDCH), der Wochenzeitung DIE ZEIT und dem ZDF als Medienpartner veranstaltet wird. Zudem wurde Stiel von der Ehrenjury zum besten Redner des Finales gekürt. Im Finale der 10. Deutschen Debattiermeisterschaft setzten sich die Studenten zum Thema „Dieses Haus glaubt, dass militärische Mittel zur Durchsetzung wirtschaftlicher Interessen gerechtfertigt sind" durch. Hunderte Zuschauer verfolgten Anfang Juni die Debatte zu dem durch den Rücktritt Horst Köhlers hochbrisanten Thema. Ist es unser gutes Recht, die Bundeswehr dort einzusetzen, wo Handelswege freigehalten oder offener Zugang zu Rohstoffen garantiert werden soll?
Herr Stiel, in Ihrer Rede haben Sie hervorgehoben, wir seien moralisch berechtigt, militärische Mittel einzusetzen, wenn die Versorgung unserer Bürger grundlegend bedroht sei, weil Piraten Handelswege blockieren. Glauben Sie, dass eine solche Lage überhaupt realistisch ist?
Ist diese zugeloste Position eine besondere Herausforderung?
Glauben Sie, Herr Stiel, dass Debattieren Ihnen hilft, den politischen Diskurs in Deutschland nachzuvollziehen?
Herr Croonenbroeck, debattieren Politiker zu wenig?
Helfen die Fertigkeiten, die Sie beide beim Debattieren jede Woche aufs Neue schulen, auch persönlich weiter? Philipp Stiel: Oh, natürlich. Reden kann man schließlich nur durch reden lernen. Und nirgendwo sonst werden Argumente und das, was man sagt, so ernst genommen und von allen Seiten durchleuchtet. Da lernt man schnell, nichts vorschnell zu behaupten, sondern zu begründen und verständlich darzulegen. Das hilft mir natürlich auch in meinem Alltag!
Wenn Sie zehn Sekunden haben, unseren Lesern zusammen zu fassen, was Sie am Debattieren begeistert, wie antworten Sie?
Vielen Dank Ihnen beiden für das Gespräch und herzlichen Glückwunsch zum Titelgewinn!
Die Deutsche Meisterschaft ist Teil der ZEIT DEBATTEN, einer Serie von Debattierturnieren, die der Verband der Debattierclubs an Hochschulen (VDCH) veranstaltet. Hauptunterstützerin der Serie ist die Wochenzeitung DIE ZEIT; Schirmherr der ZEIT DEBATTEN ist Bundeskanzler a.D. Helmut Schmidt. Lokaler Schirmherr für die DDM 2010 ist Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe. Die DDM 2010 wird unterstützt von der Westfälischen Wilhelms-Universität, dem Förderkreis der Universität, der Stadt Münster und der “Redeakademie”. Die Organisation des Turniers hat der Debattierclub Münster übernommen.
Ehrengäste des Finales waren unter anderem der Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses im Deutschen Bundestag Ruprecht Polenz, die Rektorin der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster Ursula Nelles, der Leiter des Centrums für Rhetorik an der Universität Münster Ortwin Lämke und der Redaktionsleiter des ZEIT-Magazins Christoph Amend.
Bilder-Download (zur Vollansicht klicken Sie auf die Bilder) - Alle Bilder: (C) www.gohr-foto.de Bild 1: Peter Croonenbroeck und Philipp Stiel (v.l.) während der Debatte
Bild 3: Die Delegation der Streitkultur Tübingen
Hintergrundinformationen Peter Croonenbroeck (25) studiert in Tübingen Rhetorik, Philosophie und Geschichte. Philipp Stiel (24) studiert Volkswirtschaftslehre. Beide konnten bereits im Vorfeld der Meisterschaft größere Turniere gewinnen. Für den Tübinger Debattierclub Streitkultur ist dies der erste Gewinn einer Deutschen Meisterschaft. Beim sportlichen Hochschuldebattieren wird nach festen Regeln gestritten und ein strukturiertes Auseinandersetzen sowie eine genaue Analyse von verschiedenen inhaltlichen Positionen zu kontroversen Themen gefördert. Auf Debattierturnieren werden aktuelle Streitfragen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft debattiert. Diese Turniere werden im Rahmen der jährlich veranstalteten Debattenserie ZEIT DEBATTEN durchgeführt, deren Hauptsponsorin die Wochenzeitung DIE ZEIT und deren Medienpartner das Zweite Deutsche Fernsehen (ZDF) ist. Mit der Förderung der öffentlichen Streitkultur und der Auseinandersetzung mit gesellschaftlich relevanten Themen tragen fast 70 Debattierclubs, die im Dachverband, dem Verband der Debattierclubs an Hochschulen e.V. (VDCH), organisiert sind, entscheidend zur Versachlichung von Debatten und zur Analyse von Argumenten bei. Das Debattieren
Der Verband der Debattierclubs an Hochschulen (VDCH)
Die ZEIT DEBATTEN
Ansprechpartner für die Presse: Tim Richter, Präsident des Verbandes der Debattierclubs an Hochschulen e.V. Teresa Peters, Vizepräsidentin des Verbandes der Debattierclubs an Hochschulen e.V.
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