Anmeldung zum Newsletter

Abonnieren Sie den Newsletter "Debattenkultur in Deutschland" des VDCH:

Name:
E-Mail:

Achte Minute

VDCH auf dem Kongress der Redenschreiber deutscher Sprache PDF Drucken E-Mail
Samstag, 10. September 2011 um 09:49

Seit 1998 sind die Redenschreiber in Deutschland, Österreich und der Schweiz im Verband der Redenschreiber deutscher Sprache organisiert - und trafen sich im September 2011 zum fünften Mal zu einem Kongress. Dabei waren für den VDCH  auch Präsident Benedikt Nufer und Vizepräsident Philipp Stiel der offenen Einladung gefolgt, die so einen Blick hinter die Kulissen einer sonst so verschlossenen Zunft werfen konnte: in die Feder der Schreiberinnen und Schreiber, die die Reden der großen und kleineren Redner dieser Nation entwerfen.

 

Oft im stillen Kämmerlein, vielfach aber auch direkt in Pressestellen und Öffentlichkeitsarbeit formen die Redenschreiber das Außenbild von Ministerien, Regierungen, Konzernen und Organisationen. Sie selbst verstehen sich dabei als Vordenker und Wegbereiter für das zunächst geschriebene, am Ende aber gesprochene Wort. Das sie dabei auch eine enorme Verantwortung tragen, wurde klar, wenn die Referenten, allen voran Ehrengast Franz Müntefering, über das Kongressthema sprachen: "Klartext - Wie viel Wahrheit vertragen wir?"

 

 

Müntefering sprach sich klar für den Wahrheitsgehalt der Rede aus - allerdings unter dem Vorbehalt, dass die Wahrheiten, die ausgesprochen werden, auch in Zukunft noch Wahrheiten bleiben sollten. Dass man unter diesem Licht neu über manche Dinge nachdenken müsse, die man heute vorschnell als Wahrheit deklariere, war ein Grundtenor seiner Rede. Wahrheit sei am Ende häufig auch etwas subjektives, so der Bundesarbeitsminister a.D. - und über die lohne es sich zu Streiten: "Demokratie ist kein Schaukelstuhl".

Für den VDCH bedeutete die Teilnahme am Kongress der Redenschreiber aber auch den Beginn eines hoffentlich engeren Kontakts beider Dachverbände - schließlich verbinde beide das Interesse an einer Stärkung der Rede- und Debattenkultur in deutschsprachigen Raum, so Benedikt Nufer. Dieses Interesse brachte schon in der Vergangenheit beide Seiten zueinander: Der Ehrenpräsident und Gründer des VRdS, Dr. Thilo von Trotha, war bereits Ehrengast auf mehreren ZEIT-DEBATTEN in den ersten Jahren der Turnierserie.

 

Mit freundlicher Unterstuetzung von grow4.net - Medien-/Marketingberatung realisiert.