Ukraine-Krise, Irak-Krise, Bürgerkrieg in Syrien und, mal wieder, Nahost-Konflikt. Die letzten Monate vermittelten das Gefühl, unsere Welt sei aus den Fugen geraten. Daneben bewirken Globalisierung und Digitalisierung tiefgreifende Veränderungen in unserem Alltag, deren Konsequenzen nur schwer zu überblicken scheinen. Man tendiert schnell dazu, sich überfordert zu fühlen angesichts der immer komplexeren Probleme unserer Zeit, für die es keine einfachen Lösungen mehr gibt. Doch anstatt uns diesem Ohnmachtsgefühl hinzugeben, sollten wir mehr denn je bestrebt sein, Debatten zu führen, die die Menschen mit einbeziehen und zum Entwickeln von eigenen Ideen und Lösungsansätzen anregen.

VDCH-Präsident Tobias Kube (l.) im Finale der ZEIT DEBATTE Dresden 2014 (c) Jan Stöckel

VDCH-Präsident Tobias Kube (l.) im Finale der ZEIT DEBATTE Dresden 2014 (c) Jan Stöckel

Vor diesem Hintergrund ermutigt der Verband der Debattierclubs an Hochschulen e.V. (VDCH) junge Menschen dazu, sich in studentischen Debattierclubs und in öffentlichen Debatten mit wichtigen Themen auseinanderzusetzen. Die Debattierclubs sind Orte, an denen Studierende lernen, sich über Pro und Contra zu Streitfragen des Zeitgeschehens auszutauschen und sich eine Meinung zu bilden. Damit fördert das Debattieren an Hochschulen die aktive politische Partizipation. Gleichzeitig wahren wir die Regeln der Debatte: Die argumentative Auseinandersetzung muss überzeugen statt überstimmen – alle Redner haben eine begrenzte Zeit, um für ihre Position zu werben.

Auf einer nationalen Debattenserie, den ZEIT DEBATTEN, treffen sich Rednerinnen und Redner der studentischen Debattierclubs und treten in den Wettstreit der Argumente. In den öffentlichen Finaldebatten wägen die besten Rednerinnen und Redner aus dem deutschsprachigen Raum Für und Wider eines gesellschaftspolitischen Themas ab. Sie kämpfen um die überzeugendsten Argumente, schlagfertigen Konter und, nicht zuletzt, die Sympathie der Zuschauer.

Neben den ZEIT DEBATTEN ist der VDCH auch Veranstalter vieler weiterer Projekte, die das Ziel verfolgen, die Rhetorik- und Argumentationskompetenzen der Studierenden zu fördern, Debatten in die Gesellschaft zu tragen und die demokratische Streitkultur zu fördern. Diese Ziele verfolgen wir in enger Zusammenarbeit mit unseren Sponsoren und Partnern. Dank ihrer Unterstützung wurde es möglich, dass seit der Gründung des Verbandes im Jahre 2001 inzwischen etwa 1.700 Studierende in über 70 Debattierclubs aktiv sind. Wir freuen uns darüber, so zu einer diskussionsfreudigen und partizipierenden Gesellschaft beizutragen und laden alle Interessierten recht herzlich zu unseren Veranstaltungen ein. Für Fragen und Anregungen sind wir jederzeit offen.

Tobias Kube,
Präsident des Verbandes der Debattierclubs an Hochschulen e.V. (VDCH)