Monat: Dezember 2012

Jüdische Allgemeine: „Ein Thema, sieben Minuten“

29 Debattierer und Debattiererinnen waren aus Israel für ihre Teilnahme an der World Universities Debating Championship angereist. Die Jüdische Allgemeine Zeitung sprach mit einigen Vertretern unter anderem über die Auswirkungen des Debattierens auf das Individuum und über die Weltmeisterschaften in Malaysia 2014.

»Eine gute Debatte ist nicht mit einem Streit zu vergleichen. Sie basiert nicht auf Emotionen oder auf persönlichen Angriffen, sondern auf Logik.« Ihm haben die Debatten vor allem bei Essays und öffentlichem Sprechen geholfen. Eine angestiegene Streitlust kann er nicht feststellen – »das passiert vor allem anderen«. Alon fügt hinzu: »Debatten sind leider kein großer Bestandteil des israelischen Alltags – Streitereien hingegen schon.«

Zum Nachlesen gibt es den Artikel auch online.

Deutschlandradio: Patrick Ehmann im Interview

Gleich fünf Sendungen widmete das Deutschlandradio den Weltmeisterschaften im Hochschuldebattieren in Berlin.

Sendung am 4.1.2013

 

Sendung am 3.1.2013

 

Sendung am 3.1.2013

 

Sendung am 2.1.2013

 

Sendung am 2.1.2013

 

Das Interview mit Patrick Ehmann, Hauptorganisator des Events, kann außerdem hier nachgelesen werden.

Berliner Zeitung: „Sollen Neandertaler geklont werden?“

Lucas Danco und Jan Ohmstädt auf dem Abschlussabend der WUDC (c) Privat
Lucas Danco und Jan Ohmstädt auf dem Abschlussabend der WUDC (c) Privat

Für ihren Artikel begleitete die Berliner Zeitung Lucas Danco und Jan Ohmstedt aus Heidelberg in ihrer Vorbereitungszeit und den Debatten auf der World Universities Debating Championship.

So streitet Lucas Danco am Sonntagmorgen auch vehement gegen die Förderung von Projekten in korrupten Staaten. Seine Widerpartner sind ein Student aus Südafrika und ein Kommilitone aus New York. Seine eigene Meinung ist da nicht gefragt, sie stört eher. Lucas muss Regierungsauffassungen vertreten. „Die Sicht der anderen Seite hilft, den Blick zu weiten, andere Argumente zu übernehmen oder zu akzeptieren“, sagte der Jurastudent.

Warum einen Debattierclub besuchen? Das Fazit der Berliner Zeitung gibt dazu eine Menge Gründe!

Debattierclubs gibt es im Gegensatz zu den USA und Großbritannien in Deutschland erst seit 20 Jahren. 60 Clubs sind es inzwischen bundesweit. Wer sie besucht, hat nach dem Studium wegen seiner Fähigkeiten in Rhetorik und Argumentation gute Chancen einen Job zu finden.

Den ganzen Artikel gibt es hier zum Nachlesen.

Süddeutsche Zeitung: „Habt euch nicht alle lieb“

Für die Süddeutsche Zeitung analysierte und charakterisierte Patrick Ehmann, Cheforganisator der World Universities Debating Championship, den klassischen Debattanten:

"So paradox das klingt: Das Zulosen der Positionen verschafft Freiheit", meint Patrick Ehmann. "Alle Beteiligten wissen, dass man dort nicht notwendigerweise seine persönliche Meinung verteidigt, deshalb kann man ganz präzise an ein Thema rangehen und gut analysieren." Denn darum geht es: immer zwei Seiten eines komplexen Problems zu akzeptieren.

Die Autorin Judith Liere setzt sich sehr differenziert mit dem Debattieren auseinander - nicht jeder Bericht über die Weltmeisterschaft schaffte es auf ähnliche Weise, zum Kern der Debatte vorzudringen.

Die Analyse ist entscheidend, aber auch ihre Verpackung. Wer seine Argumente rhetorisch brillant präsentiert, hat Chancen, von der Jury zum Sieger gekürt zu werden. "Leute, die weit vorne sind, sind normalerweise diejenigen, die viele Zeitungen lesen und Nachrichten schauen", sagt Ehmann.

Und:

Bei aller Gesinnungsferne wollen die Debattierer die Welt aber auch ein bisschen besser machen. Deshalb "Die Kraft des Widerspruchs" als Motto. Gerade bei Weltmeisterschaften treffen Leute aus unterschiedlichen kulturellen Kontexten aufeinander, die Auseinandersetzung soll also auch den persönlichen Horizont erweitern.

Zum Nachlesen gibt es das Interview auch online.

TAZ: „Smalltalk ist schwierig für mich“

Dessislava Kirova,Vizeweltmeisterin, ehemalige Präsidentin der Berlin Debating Union und Organisatorin der World Universities Debating Championship, erklärt der TAZ das Debattieren und räumt mit dem Vorurteil auf, Debattieren sei ein Nerd-Sport.

TAZ: Debattieren wird manchmal als Nerd-Sport abgestempelt – als Sport intelligenter, aber sozial unbeholfener Menschen. Sind Sie ein Nerd?

Dessislava: Nein, sozial unbeholfen sind Debattierer nicht, sie sind sogar sehr kommunikativ. Es kommt aber vor, dass man irgendwann auch privat über die Themen redet, über die man debattiert. Man gewöhnt sich an, über hochkomplexe Themen wie den Internationalen Gerichtshof oder die Todesstrafe zu reden. Wenn man dann mit anderen Menschen spricht, ist es manchmal nicht so einfach, über Alltagsthemen zu sprechen. Smalltalk ist für mich schwierig. Ich weiß, wie das funktioniert und kriege das auch hin, aber es langweilt mich ein bisschen.

Das Interview kann hier in voller Länge gelesen werden.

FAZ: „Beim Debattieren kann man über alles reden“

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung interviewte den amtierenden Deutschen Meister Marco Witzmann, der mit seinem Teamkollegen Wladislaw Jachtschenko an der World Universities Debating Championship für München antrat. Neben seinen Debattieranfängen und seinen Vorbildern, verrät Marco auch, wo die besten Debatten zu finden sind:

"Spannend sind zum Beispiel die „Economist Debates“ auf der Internetseite der Zeitung „The Economist“. Die Leute, die da diskutieren, haben viel Ahnung. Oder die hitzigen Debatten im britischen Parlament. Da merkt man eben, dass die Debattierkultur aus Großbritannien kommt."

Hier gibt es das Interview in voller Länge.

Debattenkultur: Debatte auf den Weltmeisterschaften in Berlin

2012-12 VDCH_Newsletter Dezember Titel"Debatte auf den Weltmeisterschaften in Berlin" nennt sich der Newsletter des Verbands der Debattierclubs an Hochschulen im Dezember 2012 und ist, wie es der Titel bereits verrät, der World Universities Debating Championship (WUDC) gewidmet, die vom 27. Dezember 2012 bis zum 4. Januar 2013 stattfinden wird.​

​Neben einem Grußwort von Patrick Ehmann, dem Präsidenten des Organisationskomitees, gibt uns WUDC-Chefjurorin Isabelle Fischer Einblicke in die Vorbereitungsphase des Chefjurorenpanels des größten Turniers weltweit. Marcus Ewald, Präsident des European Universities Debating Council, skizziert außerdem die Strukturen des internationalen Debattierens.

Hier könnt ihr den VDCH-Newletter lesen!

Falls der Newsletter Euer Interesse und Eure Neugierde geweckt hat, könnt ihr euch hier zum Finale am 3. Januar anmelden.

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