Marius Hobbhahn aus Tübingen und Anton Leicht aus Münster gewinnen das Finale der Campus-Debatte Göttingen!

v.l.n.r. Konstantin Kuhle, Marius Hobbhahn, Anton Leicht, Jakobus Jaspersen, Saskia Esken, Jule Biefeld

v.l.n.r. Konstantin Kuhle, Marius Hobbhahn, Anton Leicht, Jakobus Jaspersen, Saskia Esken, Jule Biefeld

Finalthema: „Schaden Ressourcenvorkommen den Entwicklungsländern mehr als sie nutzen?“

Marius Hobbhahn und Anton Leicht setzten sich im Finale gegen Teams aus Hamburg, Heidelberg und Göttingen/Berlin durch. Dabei vertraten sie die zugeloste Position der eröffnenden Regierung und argumentierten unter Anderem, dass Ressourcen in Entwicklungsländern zu mehr Ungleichheit und Unterdrückung führen. Die beste Finalrede hielt Jakobus Jaspersen aus Heidelberg.

Gekürt wurde die beste Finalrede von der Ehrenjury, bestehend aus:

Saskia Esken, Bundesvorsitzende der SPD
Rolf-Georg Köhler, Oberbürgermeister der Stadt Göttingen
Jürgen Trittin, Bundestagsabgeordneter der Grünen
Konstantin Kuhle, Mitglied des Bundestags und ehemaliger Bundesvorsitzender der JuLis
Jule Biefeld, Vorstandsmitglied der DDG

Bei dem Debattierturnier argumentierten über 120 Studierende in fünf Vorrunden und den Halbfinals zu Themen aus den Bereichen Politik, Gesellschaft und Wirtschaft, darunter z. B. „Sollten Angestellte in Konzernen kollektiv über die ausgezahlten Löhne abstimmen?“ und „Sollten die USA ihre wirtschaftlichen Sanktionen gegenüber Venezuela aufheben?“. Das Finale in der Alten Mensa verfolgten am Sonntagnachmittag 150 Zuschauer.

Jürgen Trittin und Saskia Esken gehörten zu den Zuschauern und vergaben am Ende den Preis für die beste Rede

Saskia Esken: „Wir müssen ein Stück weit wieder lernen, miteinander zu diskutieren.“

Die SPD-Vorsitzende Saskia Esken betonte in ihrem Grußwort, dass Argumentieren der Kernbestandteil unserer Demokratie sei: „Wir müssen ein Stück weit wieder lernen, miteinander zu diskutieren.“ Im gleichen Atemzug bedauerte sie, dass sich immer mehr Menschen mit ihrer Meinung zurückziehen.

Das Format der sportlichen Debatte unterliegt strengen Regeln: es gibt eine kontroverse Fragestellung, zugeloste Seiten für Pro und Contra, 15 Minuten Vorbereitungszeit und anschließend jeweils 7-minütige Reden. Eine erfahrene Jury bewertet die Reden hinsichtlich der argumentativen Leistung.
Die vom 17. bis 19. Januar 2020 ausgerichtete Campus-Debatte Göttingen war die zweite von vier Campus-Debatten dieser Saison. Gefördert wird die Campus-Debatten-Serie von der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius, der Karl Schlecht Stiftung, sowie der Deutschen Debattiergesellschaft. Den Saisonabschluss bildet die vom 29. Mai – 01. Juni 2020 stattfindende Deutschsprachige Debattiermeisterschaft in Hannover.

Wir bedanken uns sehr herzlich beim Debattierclub Göttingen für dieses großartige Turnier!