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Verbandsnachrichten

„Ein Verfechter der gepflegten Debattierkunst“ – Nachrufe auf Theo Sommer

Am 22. August 2022 ist mit Theo Sommer nicht nur einer der prägendsten Journalisten Deutschlands, sondern zugleich einer der ersten und größten Förderer des deutschsprachigen Debattierens verstorben. So war es maßgeblich seine Fürsprache, die 2001 die ZEIT und im Folgenden die ZEIT-Stiftung überzeugten, die ZEIT DEBATTEN Turnierserie (heute Campus-Debatten) als Hauptförderer zu unterstützen. Auch im Anschluss war er dem Debattieren eng verbunden: Als erstes Ehrenmitglied der Deutschen Debattiergesellschaft, Ehrengast auf zahlreichen Turnieren und nicht zuletzt durch seinen Sohn Daniel, der jahrelang in Heidelberg selbst als Debattierer aktiv war.

Der Verband der Debattierclubs an Hochschulen e.V. und die Deutsche Debattiergesellschaft e.V. verneigen sich vor einer großen Persönlichkeit und haben ein paar Erinnerungen zusammengetragen.

„Warum debattieren wir für ein Jahr auf allen Turnieren nicht ein einziges Thema? Daran hatten wir nicht gedacht. Wir waren auf viele Fragen vorbereitet: Warum wünschen wir uns DIE ZEIT als Partner? Was darf der Verlag als Marketing-Mehrwert erwarten? Wie setzt sich das Budget zusammen? Aber die Frage von Theo Sommer kam unerwartet.

Er kannte das Debattieren aus Amerika, entweder vom Manchester College in Indiana, oder von der University of Chicago. Schon in den fünfziger Jahren studierte er global, in den USA, in Schweden, in Deutschland, nach der Promotion noch in England. Er kannte Debattieren als Sport und seine Stimme hatte bei der ZEIT Gewicht: Er war ihr Chefredakteur, ihr Mitherausgeber. Jetzt, 2001, trug er den Ehrentitel “Editor at Large”, über den er sich bei vielen Gelegenheiten lustig machte, z.B. im Grußwort bei einem Finale der Meisterschaft im deutschsprachigen Debattieren.

Jetzt tauschte er mit ein paar Studenten Erfahrungen zum Debattieren aus, und die Leitung des Hauses, darunter der Verlagschef und der Marketingleiter, war interessiert. Eine Stunde später unweit des Verlagshauses an der Alster waren wir Studenten uns so sicher, dass uns seine Fürsprache geholfen hat, einen Vertrag mit der ZEIT zu schließen, dass wir ihm Jahre später die Ehrenmitgliedschaft der Deutschen Debattiergesellschaft angetragen haben, die er gerne angenommen hat.

Er blieb für uns Debattiergemeinde erreichbar: Kein Brief blieb unbeantwortet, und er besuchte Veranstaltungen. Ich habe ihn einmal zufällig bei einer Veranstaltung getroffen, die mit Debattieren nichts zu tun hatte, und gleich den nächsten Besuch einer Finalveranstaltung vereinbart. Das sportliche Debattieren an Hochschulen verliert einen Fürsprecher, einen Förderer, einen Freund. Wir könnten ihm zu Ehren in allen deutschsprachigen Debattierclubs zumindest eine Woche lang alle dasselbe Thema debattieren. Ich bin sicher, es hätte ihm gefallen.“

Christian Blum
Erster Präsident des Verbands der Debattierclubs an Hochschulen (VDCH)

„Mit dem Tod von Theo Sommer verliert die Deutsche Debattiergesellschaft einen wichtigen Freund und Förderer. Von Anfang an unterstützte er uns in unserem Vorhaben, an den deutschen Universitäten die Kultur des Debattierens zu etablieren, empfing uns nach der 1. Deutschen Meisterschaft mit offenen Armen in den Räumen der ZEIT in Hamburg, um mit deren finanzieller Unterstützung das Debattierprojekt über Jahre zu sichern.

Mit Freude nahm er die 1. Ehrenmitgliedschaft der Deutschen Debattiergesellschaft an: „ Nichts fehlt unserem Lande so sehr wie eine gepflegte Debattierkunst. Sie allein jedoch verschafft einem Gemeinwesen Frische, Farbe und Lebendigkeit.“

Wir werden seinen zupackenden Optimismus, seine herzliche Hilfsbereitschaft und mitmenschliche Offenheit vermissen. In Dankbarkeit denken wir an ihn und werden in seinem Sinn weiterarbeiten.“

Dr. Kai Monheim
Mitgründer des VDCH und Gründungspräsident der Deutschen Debattiergesellschaft(DDG)

„Bemerkenswert und für ein Mitglied der schreibenden Zunft durchaus nicht selbstverständlich war Theo Sommers Lust am gesprochenen Wort und der unmittelbaren argumentativen Auseinandersetzung, mit anderen Worten: der Debatte. Er fand Debatte nicht nur für die demokratische Meinungsbildung entscheidend; er hatte sichtlich großen Spaß daran, Argumente robust auszutragen, auch wenn es vielleicht an Grenzen ging. 

Meine stärkste Erinnerung an Theo Sommer stammt aus dem Finale der 2. Deutschsprachigen Debattiermeisterschaft in Dresden, im Sommer 2002 – damals bereits als Teil der ZEIT Debatten.  Es war brütend heiß gewesen, die Debatten mindestens hitzig, und irgendwie hatten Kai Monheim und ich es ins Finale geschafft und durften jetzt im Landtag des Freistaates Sachsen vom Redner:innenpult aus sprechen. Damals hat mich das ganz schön beeindruckt. Noch beeindruckender: Theo Sommer, der Herausgeber der ZEIT,  saß als Ehrengast in der ersten Reihe des Plenums.

Das Thema der Debatte war im damals üblichen Stil “Niemand hat ein Recht auf Herkunft”, und ich war jung und dumm genug, aus dem Nachnamen des Münchner Debattierers Stefan Marx einen “neuen Marxismus” zu konstruieren, weil er in der Opposition für Eigentum und Erbschaft einstand. Zum Glück habe ich damit nicht gewonnen; aber Theo Sommer tat mir den Gefallen, sich von Herzen über das Wortspiel scheckig zu lachen. Lauthals, ganz frei, mitten im hochherrschaftlichen Landtag, weil ihm offenbar der Scherz gefallen hatte.

Denn auch das hat Theo Sommer ausgemacht: Bei aller Ernsthaftigkeit in der Sache den ganzen Zirkus nicht immer ganz ernst zu nehmen. Für mich ist das eine bleibende Richtschnur geworden. Von Namenswitzen habe ich seitdem Abstand genommen, aber die Freiheit, auch mal laut zu lachen, habe ich von Theo Sommer übernommen.“

Jens Henning Fischer
Präsident der Deutschen Debattiergesellschaft

„Meine Erinnerung an Theo Sommer, den großen Freund und Förderer des Debattierens, ist untrennbar verbunden mit der Deutschen Debattiermeisterschaft 2003 in Tübingen. Das Finale der Meisterschaft fand im prachtvollen Refektorium des Klosters Bebenhausen statt. Teil des Programms der Finalveranstaltung war eine „Showdebatte“, bei der zwei Debattierer gegen ein Team aus zwei Prominenten antreten sollten. Gemeinsam mit dem Berliner Kai Monheim durfte ich dabei die rhetorischen Klingen mit Theo Sommer und Heiner Geißler kreuzen. Es ging um die Frage, ob sich die Europäische Union eine Verfassung geben sollte. Theo Sommer forderte mit Verve, die EU müsse zum großen Sprung nach vorn ansetzen. Heiner Geißler blieb skeptischer und verglich die EU mit einem behäbigen Elefanten. Da mir die Argumente ausgingen, versuchte ich einen Befreiungsschlag, indem ich die beiden sprachlichen Bilder kombinierte: „Was geschieht, wenn ein Elefant zum großen Sprung ansetzt? Er wird straucheln und sich den Rüssel verstauchen.“ Das Publikum tobte und Theo Sommer lächelte. Nach der Debatte kam er zu mir mit den Worten: „Beim nächsten Mal sind Sie mein Teampartner.“ Gerne hätte ich noch einmal mit Theo Sommer debattiert.“

Prof. Dr. Christoph Busch
ehem. Präsident der Deutschen Debattiergesellschaft (2004-2005)

„Als wäre es gestern gewesen: Ich erinnere mich noch genau an dieses laute herzliche Lachen der beiden Großmeister der Argumente und Rhetorik: Heiner Geißler und Theo Sommer.

Es war die Finalveranstaltung der Deutschen Debattiermeisterschaft 2003 in Tübingen. Wir hatten uns zuvor im Team (alle drei Anfang 20) in zahlreichen Debatten über drei Tage bis ins Finale debattiert und konnten Deutsche Meister werden. Unglaublich, waren wir doch eigentlich als Underdogs gestartet. Nach unseren Finalreden – während die Jury tagte und unsere Aufregung in unermessliche Höhen stieg – debattierten dann genau dort, wo wir gerade zuvor geredet hatten, Theo Sommer und Heiner Geißler. Diese zwei großartigen, beeindruckenden, charismatischen Redner sprachen in einer Showdebatte darüber, ob sich die EU eine Verfassung geben sollte.

Mit viel Enthusiasmus und bewundernswerter Präzision legten sie aus dem Stegreif ihre Argumente dar, verbunden mit viel Humor und vor allem Spaß am verbalen Wettstreit. Diese Debatte und das darin gezeichnete Bild des „Elefanten, der sich den Rüssel verstaucht“, war das eigentliche Highlight der DM. Und das Lachen des Saals und der beiden prominenten Redner löste alle Spannung auf. 

Nach der Debatte kam Theo Sommer dann zu mir, gratulierte zum Meistertitel und sagte, dass man in Hamburg bei der ZEIT immer Leute braucht, die Spaß am Argumentieren haben. Und auch wenn ich später nicht in den Journalismus gegangen bin, bin ich heute doch im Management der ZEIT und habe ihn die letzten Jahre noch oft bei uns im Pressehaus und auf Veranstaltungen getroffen.  Immer wieder haben wir dabei über das Debattieren gesprochen und darüber, wie wichtig es gerade heute ist, das beste Argument zu finden und im Austausch zu bleiben. Dem Debattieren blieb er immer verbunden.“

Dr. Hanna Proner
ehem. VDCH Vizepräsidentin und Deutsche Debattiermeisterin 2003

„In seinen Grußworten bei Finalveranstaltungen berichtete Theo Sommer immer wieder gern von seinen ersten Begegnungen mit dem Hochschuldebattieren in den 1950er Jahren in den USA. Fast nie unerwähnt blieb das Thema der ersten Debatte (oder einer der ersten größeren Debatten), der er seinerzeit beiwohnte: You can’t double cross Germany. Auf manche wirkte das anfangs vielleicht so, als habe er lediglich sein Grußwort recycelt. Doch wer bemerkte, wie innerlich bewegt Theo Sommer davon erzählte – so  als ob er die Debatte gleich noch einmal führen wollte –, erkannte, welche Leidenschaft er für das Wettkampfdebattieren hegte. In der Showdebatte am Rande des Finals der Deutschen Meisterschaft in Tübingen 2003 etwa ließ er dieser Leidenschaft beherzt freien Lauf. Und viele langgediente Debattiererinnen und Debattierer wissen mittlerweile aus eigener Erfahrung, dass es alles andere als ungewöhnlich ist, sich noch Jahrzehnte später an einzelne Themen und Debatten zu erinnern und davon zu erzählen.“

Dr. Bernd Hoefer
Mitglied des ersten VDCH Vorstands

„2004 hat der Debattierclub Bonn die deutschsprachige Debattiermeisterschaft ausgetragen. Für das Finale hatten wir einen besonderen Ort gefunden: das alte Wasserwerk mitten im ehemaligen Bonner Regierungsviertel. 

Mir hatte man die Moderation anvertraut, und ich war sehr aufgeregt. Das Publikum hatte im Pumpenhaus Platz genommen. Hier hatte der deutsche Bundestag von 1986 bis 1993 getagt, das Hochschuldebattieren war in der Herzkammer der Bonner Republik angekommen, und es war jetzt meine Verantwortung, das Debattieren überzeugend zu präsentieren.

Meine Aufregung war nicht zuletzt darin begründet, dass mir direkt gegenüber Theo Sommer saß, dieser Titan des deutschen Journalismus. Und er guckte ständig zu mir rüber, der große Theo Sommer. Das lag natürlich auch daran, dass er gleich das Grußwort halten sollte, aber mich hat es schon irritiert.

Als ich ihn also angekündigt hatte, und er sich erhob und zum Rednerpult ging, kam er in meiner Nähe vorbei. Und ohne dass das Publikum es bemerkt hätte, raunzte er mir unter Bezug auf meinen damaligen Nachnamen zu: “Gut gebrüllt, Löwe.”

Er kannte mich bis dahin nicht, und irgendwie bin ich bis heute stolz darauf. Und es zeigt, was für ein Mensch Theo Sommer war: Er war aufmerksam, spontan, gewitzt und zugewandt. Ohne ihn hätte es das Hochschuldebattieren so nicht gegeben; hoffentlich finden sich auch in Zukunft Menschen wie ihn, die das Debattieren weitertragen. Ich werde ihn in guter Erinnerung behalten.“

Isabelle Fischer (geb. Loewe)
ehem. VDCH Präsidentin

„Theo Sommer war ein intellektuelles Vorbild für Millionen und zugleich ein toller Typ für alle, die das Glück hatten, ihn persönlich zu erleben. Seneca der Jüngere brauchte 28 Kapitel, um das erfüllte Leben zu beschreiben; im 21. Jahrhundert können wir das kürzer: lebe ein Leben wie Bruce Dickinson oder Theo Sommer! Ich werde ihn herzlich vermissen.“

Prof. Dr. Michael Hoppmann
Mitbegründer des Tübinger Debattierclubs Streitkultur e.V.

BPS-Jurierseminar findet am 21. Mai statt

Wer sich kurz vor der Deutschsprachigen Debattiermeisterschaft (DDM) noch einmal optimal vorbereiten oder einfach nur die eigenen Jurierfähigkeiten verbessern möchte, sollte sich den 21. Mai 2022 vormerken. Dort findet erste Jurierseminar für den British Parliamentary Style (BPS) der laufenden Debattiersaison statt. Die Leitung des Seminars übernimmt die diesjährige Chefjury der DDM, bestehend aus Jan-Gunther Gosselke, Kat Jansen und Sven Jentzsch sowie die langjährige Beirätin für Jurierqualität und Chefjurorin der DDMs 2015 und 2018, Marion Seiche. Ziel des eintägigen Workshops ist es, Neulingen den Einstieg ins Jurieren der Offenen Parlamentarischen Debatte zu erleichtern sowie Fortgeschrittenen dabei zu helfen, die eigenen Jurierskills zu verbessern.

Das Jurierseminar besteht wie das OPD-Seminar im Februar aus zwei Abschnitten: Am Vormittag werden Inputs und Workshops sowohl für EinsteigerInnen als auch Fortgeschrittene angeboten. Unter anderem wird Sven Jentzsch im EinsteigerInnen-Track in die Basics der BPS-Jurierung einführen. Im Fortgeschrittenen-Track wird Marion Seiche einen Workshop zur Jurierung von KO-Runden halten. Am Nachmittag wird in zwei Runden Jurierpraxis gesammelt.

Anmeldungen noch bis zum 14.05. möglich

Interessierte können sich bis Samstag den 14. Mai um 20:00 Uhr für das Seminar anmelden. Das Anmeldeformular ist hier zu finden: https://forms.gle/Dmo7rW1QuxbtaNVx7

Zur besseren Vorbereitung des Events bitten die Organisatoren Sven Bake (Beirat für Jurierseminare) und Dominik Hermle (Beirat für Jurierqualität) darum, bereits in der Anmeldung etwaige Anregungen und Fragen zum Jurieren zu stellen, damit auf diese während der Veranstaltung angemessen eingegangen werden kann.

Die Eckdaten

Datum: Samstag, 21.05.2022 
Trainer*innen: Jan-Gunther Gosselke, Kat Jansen, Sven Jentzsch, Marion Seiche
Kosten: kostenlos
Wo: Online (Zoom, ggf. Discord) (Link wird per Mail an die Teilnehmenden verschickt)

Grober Ablauf/Zeitplan:
9:30 – 12:00: Inputs zu BPS, u.a. Regelwerk inkl. Änderungen, Jurierdiskussion, Feedback
12:00 – 13:00: Mittagspause
13:00 – 15:00: Jurierung 1 (in Kleingruppen/Panels)
15:00 – 15:30: Zeit für Fragen und Vertiefung (im Plenum)
15:30 – 16:00: Pause
16:00 – 18:00: Jurierung 2 (in Kleingruppen/Panels)

Für Fragen stehen die Organisatoren unter sven[dot]bake[at]vdch[dot]de oder dominik-hermle[at]t-online[dot]de zur Verfügung.

Neu: Die VDCH Clubabende starten am Mittwoch

Während der Clubumfrage in den vergangenen Herbst- und Wintermonaten wurde häufig der Wunsch nach gemeinsamen, VDCH-weiten Debatten genannt. Aus diesem Grund wird der VDCH zukünftig regelmäßige Online-Debatten organisieren, an denen interessierte Debattierende clubübergreifend teilnehmen können.

Wann: Die VDCH-Clubabende werden vorläufig in einem zwei-wöchigen Rhythmus um 19 Uhr stattfinden. Dabei wird zwischen den Wochentagen Mittwoch und Donnerstag alterniert, um möglichst vielen Interessierten – unabhängig von den Treffzeiten ihrer lokalen Debattierclubs – eine Teilnahme zu ermöglichen.

Die drei Termine vor der Deutschsprachigen Debattiermeisterschaft (DDM) sind damit:

  • Mittwoch, 04. Mai, 19 Uhr
  • Donnerstag, 19. Mai, 19 Uhr 
  • Mittwoch, 1. Juni, 19 Uhr

Wie: Wie von bisherigen Turnieren oder dem Online-Debattierpokal (DOD) gewohnt, wird Discord als Informations- und Organisationsplattform und Zoom für die Debattenräume genutzt. Um die Setzung reibungslos zu gewährleisten, wird es auf Discord ein Anmeldeformular geben, das bis 18:30 Uhr am Tag der Debatte ausgefüllt sein muss. In diesem können verschiedene Wünsche angegeben werden, bspw. das Format oder ob geredet oder juriert werden möchte. Die VDCH-DaF-Debatten werden zukünftig als eigenständige DaF-Debatte in den Clubabend integriert. Sollte die Nachfrage bestehen, werden auch englischsprachige Debatten angeboten.

Da es sich um eine Pilotphase handelt, wird der VDCH-Vorstand das ganze mit Feedbackschleifen begleiten, um anhand der Rückmeldungen potentielle Änderungen vorzunehmen. Dazu befindet sich dem Discord-Server ein eigener Kanal. Einen strukturierten Feedback-Bogen wird es ebenfalls geben.

Mehr als nur Debatten
Der VDCH-Discord soll zukünftig nicht nur für die Organisation der Clubabend-Debatten genutzt werden, sondern als eigenständige Informationsplattform fungieren. Dabei werden die Mitglieder der Debattierszene nicht nur über Neuigkeiten informiert. Der Server bietet zusätzlich eine Teampartnerbörse, die auch für Turniere genutzt werden kann. Ebenfalls wurden viele Verbands- und Debattierressourcen verlinkt.

Der Link zum Discord-Server ist in der kürzlich verschickten Rundmail zu finden.

Logo der Campus Debatten

Letzte Campus-Debatte 2021/22 nach Nürnberg vergeben

Die finale Campus-Debatte der laufenden Saison ist vergeben: Zum ersten Mal in der Geschichte der Turnierserie geht es nach Nürnberg! Vom 1. bis 3. Juli 2022 lädt der Debattierclub FAU e.V. der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg in die fränkische Metropole ein. Das Turnier wird im British Parliamentary Style (BPS) stattfinden, das Teamlimit ist auf 36 Teams festgelegt.

Cheforganisator Jan-Gunther Gosselke: „Wir freuen uns sehr, die Debattierszene in der Dürer-Stadt Nürnberg begrüßen zu dürfen, und arbeiten bereits voller Tatendrang daran, diesen Besuch zu einem unvergesslichen Erlebnis zu machen.“

Georg Maxton, VDCH Vizepräsident für Veranstaltungen, ist sich sicher: „Das wird ein fantastischer Schlusspunkt einer tollen Saison. Wir freuen uns sehr mit Nürnberg eine Stadt in unserem Turnierkalender zu haben, in der wir noch nie als Szene zu Gast waren. Ein großer Dank geht an den Club vor Ort für die Organisation des Turniers!“

Alle Campus-Debatten auf einen Blick:

04.-06.03.  Campus-Debatte Heidelberg (OPD)
25.-27.03.  Campus-Debatte Hannover (BPS)
23.-24.04.  Regionalmeisterschaften Heidelberg, Marburg & Potsdam (BPS)
13.-15.05.  Campus-Debatte Hamburg (OPD)
03.-06.06.  Deutschsprachige Debattiermeisterschaft 2022 in Wien (BPS)
01.-03.07.  Campus-Debatte Nürnberg (BPS)

Eine Übersicht über die Veranstaltungen des VDCH gibt es in der Rubrik Veranstaltungen.

Erstes OPD-Jurierseminar 2022 am 26. Februar

Am 26. Februar findet das erste OPD-Jurierseminar der laufenden Debattiersaison statt. Ziel des eintägigen Workshops ist es, Neulingen den Einstieg ins Jurieren der Offenen Parlamentarischen Debatte zu erleichtern sowie Fortgeschrittenen dabei zu helfen, die eigenen Jurierskills zu verbessern.

Das Jurierseminar besteht aus zwei Abschnitten: Am Vormittag werden Inputs und Workshops sowohl für EinsteigerInnen als auch Fortgeschrittene angeboten. Das genaue Programm wird in den nächsten Wochen bekannt gegeben. Am Nachmittag wird in zwei Runden Jurierpraxis gesammelt.

Anmeldungen bis zum 16.02. möglich

Interessierte können sich bis Mittwoch den 16. Februar um 12:00 für das Seminar anmelden. Das Anmeldeformular ist hier zu finden: https://forms.gle/wDKeQik6S4BP9aJM8

Zur besseren Vorbereitung des Events bittet das Organisationsteam, bestehend aus Sven Bake (Beirat für Jurierseminare) und Dominik Hermle (Beirat für Jurierqualität) darum, bereits in der Anmeldung etwaige Anregungen und Fragen zum Jurieren zu stellen, damit auf diese während der Veranstaltung angemessen eingegangen werden kann.

Die Eckdaten

Datum: Samstag, 26.02.2022 
Coaches: Sven Jentzsch, Sabrina Effenberger, Lennart Lokstein, Btissam Boulakhrif
Teilnahmebeitrag: kostenlos
Wo: Online (Zoom, ggf. Discord)

Grober Ablauf/Zeitplan: ´
9:30-12:00: Inputs zu OPD, u.a. (Jurier-)Regeln, Feedback, linken Kategorien
12:00-13:00: Mittagspause
13:00-15:00: Jurierung 1 (in Kleingruppen/Panels)
15:00-15:30: Zeit für Fragen und Vertiefung (im Plenum)
15:30-16:00: Pause
16:00-18:00: Jurierung 2 (in Kleingruppen/Panels)

Für Fragen stehen die Organisatoren unter sven[dot]bake[at]vdch[dot]de oder dominik-hermle[at]t-online[dot]de zur Verfügung.

Logo der Campus Debatten

Die Campus-Debatten im Jahr 2022

Nach langer Planung und vielen Gesprächen mit potentiellen Ausrichterclubs steht die Turniersaison für das Jahr 2022 fest!

Der März ist Austragungsmonat von gleich zwei Turnieren. Die erste Campus-Debatte wird vom 04. bis zum 06. März von der Rederei Heidelberg im OPD-Format (Offene Parlamentarische Debatte) ausgerichtet. Drei Wochen später folgt am 25.-27. März der Debattierclub Hannover mit dem ersten BPS-Turnier (British Parliamentary Style) der Turnierserie.

Im April folgen die Regionalmeisterschaften, die dieses Jahr am 23. und 24. April im BPS-Format ausgetragen werden. Organisatoren sind der Debating Club Heidelberg, Wortgefechte Potsdam und der Brüder Grimm Debattierclub Marburg.

Im Mai lädt der Debattierclub Hamburg vom 13.-15. Mai zur zweiten OPD-Campus-Debatte der Saison ein. 

Der Höhepunkt der Saison findet dieses Jahr in der österreichischen Hauptstadt statt, wenn der Debattierklub Wien die Debattierenden aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zur Deutschsprachigen Debattiermeisterschaft 2022 begrüßt. Austragungswochende ist wie gewohnt das Pfingstwochende, der 03. bis 06. Juni. Das Format ist British Parliamentary Style.

Ausklingen wird die Saison im Juli mit der zweiten Campus-Debatte im BPS-Format. Es gibt bereits einen Club, der Interesse hat dieses Turnier auszurichten, aber es wurde noch keine endgültige Vergabe des Turniers beschlossen. Entsprechend ist auch der Termin noch nicht beschlossen.

Turniere aktuell in Präsenz geplant

Der VDCH-Vorstand möchte ein ganz großes Dankeschön an alle Ausrichterclubs richten. „Die Ausrichtung dieser großen Turniere ist immer ein großes Projekt und verdient höchsten Respekt. Unser Dank sollte als Szene nur umso größer ausfallen, wenn man bedenkt, in was für unsicheren und planungstechnisch schwierigen Zeiten sich die Clubs zu dieser Aufgabe bereit erklärt haben“, so Georg Maxton, VDCH-Vizepräsident für Turnierbetreuung. 

Derzeit sind alle Turniere  in Präsenz geplant. Um die Sicherheit und Gesundheit der Teilnehmenden zu gewährleisten, behalten die Ausrichterclubs und der VDCH die jeweilige Situation vor Ort und in ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz genauestens im Auge, um gegebenenfalls entsprechende Maßnahmen zu ergreifen.

Alle Termine auf einen Blick:

04.-06.03.  Campus-Debatte Heidelberg (OPD)

25.-27.03.  Campus-Debatte Hannover (BPS)

23.-24.04.  Regionalmeisterschaften Heidelberg, Marburg & Potsdam (BPS)

13.-15.05.  Campus-Debatte Hamburg (OPD)

03.-06.06.  Deutschsprachige Debattiermeisterschaft 2022 in Wien (BPS)

Juli             Campus-Debatte (BPS)

Eine Übersicht über die Veranstaltungen des VDCH gibt es in der Rubrik Veranstaltungen.

Neu: Die VDCH DaF-Debatte

Beginnend mit dem heutigen Donnerstag wird der VDCH regelmäßig eine „Deutsch als Fremdsprache“-Debatte anbieten. Das Angebot richtet sich an Debattierende sämtlicher Erfahrungslevel, die eine andere Muttersprache als Deutsch besitzen.

Ziel des Angebots ist einerseits die Ermöglichung einer besseren Vernetzung der DaF-Community untereinander sowie die Vorbereitung auf Clubabende und Turnierteilnahmen in der deutschen Sprache.

Für Muttersprachlerinnen und Muttersprachler ist die Teilnahme als JurorInnen möglich.

Die DaF-Debatten finden immer Donnerstag um 18:00 Uhr auf der Plattform Zoom statt. Der Zugangslink wird in der jeweiligen Veranstaltung geteilt.

Ob eine Debatte stattfindet, kann ebenfalls über die Veranstaltungsrubrik der VDCH-Homepage eingesehen werden.

Debattierklub Wien richtet Deutschsprachige Debattiermeisterschaft 2022 aus

Die Deutschsprachige Debattiermeisterschaft im Jahr 2022 wird in Wien stattfinden! Die Bewerbung des Debattierklubs Wien für die Ausrichtung des Turniers wurde vom VDCH-Vorstand angenommen. Stattfinden wird die Meisterschaft am Pfingstwochenende des kommenden Jahres (03.-06. Juni 2022). Das Format ist British Parliamentary Style (BPS).

"Wir sind sehr glücklich, dass mit dem Debattierklub Wien einer der erfahrensten Turnierausrichterclubs des VDCH die DDM 2022 ausrichten wird", sagte VDCH-Präsident Sven Jentzsch. Neben dem alljährlichen internationalen Vienna IV hat der Debattierklub Wien in der Vergangenheit bereits mehrere ZEIT Debatten, Campus-Debatten sowie die European University Debating Championship 2015 ausgerichtet.

"Wir freuen uns schon wahnsinnig darauf, euch über das Pfingstwochenende in Wien empfangen zu dürfen - und wir werden unser Bestes tun, eine sichere DDM endlich wieder voll und ganz Präsenz abhalten zu können", so Liam Urban und Miri Muntean, die gemeinsam die Cheforganisation des Turniers übernehmen werden. Die beiden sind für Fragen unter liam[dot]urban[at]dkwien[dot]at und miriana[dot]muntean[at]dkwien[dot]at erreichbar.

Bereits berufen wurde die Auswahlkommission für die Chefjury: Sie wird aus Jakobus Jaspersen, Jannis Limperg, Marion Seiche und Miri Muntean bestehen.

Beiratsteam für das Geschäftsjahr 2021/22

Der Vorstand des VDCH hat das Beiratsteam für die laufende Amtszeit berufen. Nachdem der Beiratsposten für Internationales Debattieren bereits bei der Mitgliederversammlung im September gewählt wurde, hat der Vorstand nach intensiven Gesprächen nun sämtliche Beiratsposten für die aktuelle Amtszeit besetzen können.

Die folgenden Personen unterstützen den VDCH-Vorstand im Geschäftsjahr 2021/22:

  • Flora Baek: Internationales Debattieren
  • Matthias Carcasona: Recht
  • Erik Thierolf: Deutsch als Fremdsprache
  • Simon Lucas: Wissenssicherung
  • Sarah T.P. Andiel: Training
  • Dominik Hermle: Jurierqualität
  • Sven Bake: Jurierseminare
  • Leo Volkhardt: Gleichstellung & Fairness
  • Susanna Wirthgen: Gleichstellung & Fairness
  • Jan-Gunther Gosselke: IT
  • Daniil Pakhomenko: Schuldebattieren (Jugend Debattiert)
  • Meike Gärtner: Schuldebattieren (World Schools)
  • Jana Bielefeld: Ausgaben-Controlling
  • Lennart Lokstein: Partnerschaften
  • Benedikt Rennekamp: Sponsoring & Förderung

Die Beiräte sind über ihre Kontaktdaten im Homepagebereich erreichbar.

Vorstand des VDCH

Vorstandswechsel beim VDCH

Die Mitgliederclubs des Verbands der Debattierclubs an Hochschulen e.V. haben auf der jährlichen Mitgliederversammlung am 28. August 2021 einen neuen Vorstand gewählt. Zukünftig steht dem Verband Sven Jentzsch von der Tübinger Streitkultur e.V. als Präsident vor. In die weiteren Vorstandsämter wurden Georg Maxton (Vizepräsident Turniere; Debattierclub Hamburg), Constanze Keck (Vizepräsidentin Finanzen; Streitkultur e.V.) und Johannes Meiborg (Vizepräsident Presse & Öffentlichkeitsarbeit; Debattierclub der Universität Münster e.V.) gewählt.

Aus dem Vorstand ausgeschieden sind Anton Leicht, Anna Markus, René Geci und Chiara Throner.

Im Anschluss an die Wahl ergriff der neue Präsident das Wort: „Im Namen des neuen Vorstandsteams möchte ich ein ganz großes Dankeschön an den scheidenden Vorstand und allen Menschen, die die Szene im vergangenen Jahr durch die Pandemie geführt haben, richten. Ich habe das Gefühl, dass wir alle vier Lust haben, jetzt die weiteren Schritte zu gehen. Die Ziele für das neue Geschäftsjahr sind klar: Wir wollen mit den Clubs gestärkt aus der Pandemie kommen und die Idee der Debatte weiter in die Gesellschaft tragen“, so Sven Jentzsch.

Aufgrund der Corona-Situation fand die Mitgliederversammlung wie im vergangenen Jahr als Online-Veranstaltung statt.

Die Kontaktdaten des neuen Vorstands:

Präsident: sven[dot]jentzsch[at]vdch[dot]de
Turniere: georg[dot]maxton[at]vdch[dot]de
Finanzen: constanze[dot]keck[at]vdch[dot]de
Presse & Öffentlichkeit: johannes[dot]meiborg[at]vdch[dot]de


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